Masken 2.0

Wir. Wir tragen ein Gesicht, bedeckt von Schatten oder Licht.

Schatten nehmen uns die Sicht, die in unseren Köpfen bricht... sagt das Ich.

Klagt das Wir, denn die Geschichten tragen wir. Geschichten, die das Leben dichtet,

bevor der Schatten sie vernichtet. Ein Schatten, der unser Spiegel ist. Das Wir, das vergisst.

Vergisst den Ursprung unseres Seins, das mit dem Schein im Schatten weicht und weicht unser Sein im individuellen Schein, steht das Individuum am Ende allein.

Das Individuum, das uns zeigt, wie unsere Gestalt zu einem Schatten weicht. Schreit, nach Lebendigkeit.

Will gesehen werden.. will verstehen, welche Abenteuer wir spüren könnten, wenn unsere Erinnerungen doch nur Berührung fänden.

Doch sind wir allein, kann nur der Spiegel uns befreien. Ein Spiegel, der zeigt, wie das Grau in unsere Farbe schleicht. Die Farbe, die von unseren Eigenarten zeugt und die Gesichter, die verraten,

dass sich Vergangenes erneut. Und somit zeigt der Spiegel; das Abbild unseres Selbst, dass die Welt; unser Gesicht, zusammenfällt.

Ein Gesicht gestaltet von einer Gestalt, bricht... in sich zusammen. Diese Gestalt könnte Farbe bekennen, doch stattdessen erkennt sie nur die Flammen, die in der Kälte verglühen. Und während unsere Seelen sich bemühen, kämpfen in der Kälte kahle Gerippe, die wir in unser Leben dichten. Denn unser Selbst ist gestaltet mit grauen Gesichtern, die verborgene Geschichten tragen und unsere Zeit vergiften. In ihnen explodiert ein farbiger Bogen, doch der Schatten hat unsere Farbe längst verschoben. Es gibt keinen Blick nach oben. Nur feige Gesichter, die Masken tragen, nach einem Schatten fragen, und es nicht wagen, die Geschichten in ihnen nach außen zu tragen. Unter unserer grauen Haut, bricht etwas aus. Versucht zu leben, doch wir können dem Grau nicht widerstehen. Und so werden Menschen mit Geschichten, zu kühlen Gerippen, die nichts wagen... und ihre Masken stets nach außen tragen. Doch ihre Präsenz verbirgt eine Existenz; Menschen mit Geschichten und Gesichtern; Menschen mit Namen, vergraben unter einem Samen, der neue Geschichten reimt, wenn unsere Farbe; ein maskenloses Gesicht, in ihm reift.  Und so wächst der Samen, trägt einen abstrakten Namen, der unter Hoffnung und Farben im Graben versinkt. Dort wo die alten Geschichten in der Dunkelheit ertrinken und Gesichter vorsichtig nach oben blicken. Sie fragen nach einem neuen Leben, gestaltet von neuen Seelen, doch der Spiegel wird erneut eure Farbe stehlen. Die Farbe, die von unseren Eigenarten zeugt und die Gesichter, die verraten, dass sich Vergangenes erneut. Und somit wandeln wir, wie leere Hüllen. Verhüllt... unter einem Schleier. Dort wo die Hoffnung sich erfüllt.. bis unsere Gedanken eine andere Welt verschleiern. Und so wird der Samen, in dem sich neue Gesichter reimen, niemals reifen. Doch die Geschichten werden weiter keimen, bevor der Schatten unsere Farbe greift und die Erinnerung von unseren Träumen weicht. Und wenn wir es wagen, nach der Wahrheit zu fragen, verschwinden die Narben, die unser Gesicht geschmückt haben. Denn Wagen ist Wahrheit, schafft eine Klarheit, die das Individuum wahr heißt. Und dieses Wagnis führt zur Erkenntnis. Wir sehen es, benennen es.. und dann verbrennt es. Verbrennt der Schleier, der vor unserem Fenster schwebt, führt uns der Samen zur Identität. In unserem Kopf; ein Rad, dass sich dreht und endlich versteht, was der Spiegel sich aus unserem Bild erhofft, wenn die Wahrheit an unseren Ursprung klopft. Der Ursprung aus dem das Wir entspringt, das erneut in den Boden sinkt. Denn das Flimmern der Flammen endet im Verglühen, bis die Masken ihr Bildnis verstehen. Doch ohne Licht können wir nicht weitersehen, nicht verstehen, dass der Schatten unser Selbst zerbricht. Und so nehmen wir uns selbst die Sicht, die man in der Wahrheit vergisst. Doch die Essenz unseres Seins, findet sich von ganz allein. Wie soll die Klarheit uns befreien, wenn der Schatten nach unseren Masken schreit.. und das Individuum wartet, bis jemand seine Farbe befreit? Denn mit der Wahrheit kommt die Erkenntnis, dass der Samen nicht frei ist, bis jemand Licht über ihn gießt, und er wächst und sieht, in welcher Welt unsere Farbe liegt. In einer Welt, in der es Schatten gibt und niemand durch unsere Maske sieht. Ein Schatten der vor dem Ursprung flieht und untergeht. Doch die Schatten leben hier.. und die Masken tragen wir.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Lora (Dienstag, 02 Januar 2018 22:01)

    So schön!!!!