Poetry

"Poesie ist Wahrheit, die in Schönheit wohnt."

- Robert Gilfillan

Suche nach Dir

Die Feder fliegt, folgt deinen Bewegungen.. fließend sieht.

Erfindet dich, verbindet mich. Umkreist uns und erkundet sich.

Entdeckt die Linien, in denen ich mich verlier'. Diese endlose Tiefe finde ich in dir.

Entdecke ich, denn du entdeckst mich. Folgst der Feder, schwebst mit ihr.

Versuchst mich zu finden, im tieferen Sinn. Dort, wo die Dinge doch so sinnlos sind.

Lass uns zusammen schweben, flieg fort mit mir.

In eine reale Fiktion, in der ich mich verlier'.

Doch die Feder folgt unseren Linien, sucht sie im tieferen Sinn.

Die Tiefe.. dort, wo sie versunken sind.

Verschwinden.

Die Tiefe, in der wir uns finden.

Erfinden.

Entdecken einen Sinn, der uns zum Schweben bringt.

Und plötzlich fühlen wir uns so verbunden.

So wunderbar leicht.. wie die Feder, die uns zusammenhält.

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Scheinwelt

Unsere Welt verschwimmt, wenn sie uns fortnimmt.. und wir uns selbst verlieren.. im Paradies.

Uns selbst verlieben im Jenseits, abseits von unserer Welt..

In einer anderen Wirklichkeit, die niemals verfällt.

Unsere Gedanken schaffen eine Utopie, beinahe Fantasie.

Fantastisch weit entfernt von der Vergangenheit, die in unserer Gegenwart verwelkt.

So verfliegen die Erinnerungen,

die in unseren Wünschen Lebendigkeit finden und doch im Diesseits verschwinden.

Und während wir uns selbst verlieren, uns selbst verlieben,

wartet das Paradies, das niemals verfällt.

Es wartet, abseits von unserer Welt.

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Dualseelen

Wir alle besitzen es. Wir alle leben in diesem. Auch ich bin dieser.

Ein Körper. Das Wir, unser Dasein.

Etwas, das uns ausmacht. Etwas, das ich nicht benutzen kann.

Ich sehe ihn. Ich spüre ihn. Doch niemand sonst...

Berühre ihn. Versuche ihn zu lesen, um mich zu verstehen.

Entdecke meine Linien, um ihn zu sehen.

Oder mich zu sehen.

Kannst du dem Ganzen widerstehen? Oder wirst du deinen Weg gehen und mich übersehen?

Doch verschmelzen unsere Körper, können wir sein.

Wir sein, einfach da sein.

Unsere Linien schaffen ein Gemälde, das niemand versteht; vielleicht übersieht.

Du siehst mich. Du spürst mich. Du besitzt mich.

Wir alle leben in diesem. Auch wir bilden diesen.

Einen Körper. Das Wir, unser Dasein.

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Schattengestalt

Im Spiegel eine Silhouette, die meine Umrisse zeigt.

Vom Schatten gezeichnet.

Diese Zeichen könnten dein sein. Dabei zeigen sie nur die sterbliche Hülle, die mit meinem Körper vereint.

Mein Körper, aus Fleisch und Blut.. eher eine Gestalt, die einen Schatten zeigt.

Schreit. Nach Lebendigkeit.

Will gesehen werden, will verstehen.

Welche Abenteuer sie spüren könnte, wenn meine Haut doch nur Berührung fände.

Doch die Silhouette tanzt nur im Spiegel, ist dort leibhaftig, wo niemand sie sieht.

Ihre Bewegungen folgen deinen Liedern.

Doch die Realität flieht, denn sie ist nicht real.

Lebt in einer Scheinwelt, in deiner Fantasie.

Dort, wo meine Haut Verführung findet und wir die Abenteuer spüren können.

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Masken

Kahle Gerippe mit grauen Gesichtern.

Tragen so viele Geschichten, die unsere Zeit vergiften.

In ihnen explodiert ein Regenbogen, doch der Regen hat unsere Farbe längst verschoben.

Kein Blick nach oben.

Nur feige Gesichter, die Masken tragen und es nicht wagen..

die Geschichten in ihnen nach außen zu tragen.

Unter unserer grauen Haut, bricht etwas aus.. versucht zu leben, doch wir können dem Grau nicht widerstehen.

Und so werden Menschen mit Geschichten zu kühlen Gerippen, die nichts wagen..

und ihre Masken stets nach außen tragen.

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Meilenweit

Meilenweit. Die Entfernung zwischen uns... zwischen Raum und Zeit.

Beruht auf Ewigkeit. Rennt fort und bleibt. Sucht nach Geborgenheit und schreit...

Wir sind meilenweit entfernt.. in einer anderen Unendlichkeit.

Flüsternd vereint, im unvergänglichen Schrei.

Scheinst so fern und doch so nah, doch so da... doch so weit. In einer anderen Zeit.

Wir zu zweit.

Entfernt.

Entfernen uns aus der Geborgenheit.. in eine andere Unvergänglichkeit.

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Sehnsucht

Dort ist etwas. Etwas in mir, das ich nicht sehe.. nicht verstehe. Doch es blickt durch meine Augen.

Verzerrt meine Sicht, die durch deinen Nebel bricht und mir verspricht...

Dort ist etwas. Etwas in der Ferne, das ich nicht sehe.. nicht verstehe. Es ist dein Licht, das mir so viel verspricht.

Ein Funken, einen Anker suchend, der vielleicht in mir gefunden.

Doch der Nebel vesperrt die Sicht und bricht das Licht, das mir verspricht...

Dass ich so langsam verstehe, dass ich nicht sehe.. mir nicht eingestehe, dass der Schatten diese Funken bricht.

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Sonderlinge

Dieser Erdling dort, oder doch eher Sonderling.

Wie er sich über die Reling lehnt, als hätte er alles von der Welt gesehen.

Doch es sehnt ihn zugleich, denn er ist so pur, so wunderschön unbefleckt.

Er sehnt sich nach einer Geschichte, deren Rolle ich einnehme.

Denn meine Haut ist lang nicht mehr pur und gar verwildert.

Da müsste man meinen, ich wäre der Sonderling. Sonderlich. Nicht wahr?

Die Wahrheit, ja. Wahres über mich, über uns.

Die reine Seele und der teuflische Mund. Oder gar seelenlos. Vermutlich.

Vermutungen, interessant. Dass noch niemand weiß über uns, sondern nur glauben kann.

Denn wir unterscheiden uns, scheinbar. Das Wir steht im Schein - oder ist ein Schein?

Betrug, denn wir sollten sein, oder sind.

Erdlinge, nein. Sonderlinge.

Ewig während sonderbar.

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